wofür die schule.
die schule ist doch nur damit wir wissen, wo entlang wir gehen sollten, wann wir was zu erledigen haben, wann wir gehorchen und wem wir gehorchen. gleich einer hundeschule. nur unsere eigene scheisse zu vergraben lernen wir nicht. ich verabscheue hunde. mir graut vor uns selbst. arbeit. wenn man zu arbeiten beginnt sollte man schon gebrochen sein. schon dieser schiene entlang laufen. wir brauchen keine neun jahre um uns "bilden" zu lassen. sie brauchen neun jahre bis sie uns kleingemacht haben. ohne antennen. stumpfsinnig. keine größeren träume mehr. unsere träume sind nur mehr wirklichkeitsbewältigungen.
ich schaffe es nicht mehr ohne vergleiche und metaphern zu entscheiden, zu verstehen. auch ich bin gefangen.
ich ziehe sie an. diese freaks. die letzten die sich wehren versuchen. die schwankenden persönlichkeiten, die unsicher aber immer fragend sind. hoch- und todgefühle reihen sich aneinander. ich liebe sie so dafür.
keine sicherheiten. doch sehne ich mich nach einer basis. die muss ich mir wohl selbst sein. ich kann mich auf niemanden verlassen. "You get what you give": ich glaube nicht daran. "You get, what you deserve": ich verdiene alles. ich kann alles sein, so muss ich alles bekommen.
denken denken denken.
ich bin müde.
ich habe es satt.
doch muss ich.
mich tanzend, schreiend selbst vergessen. jeden tag. ich bin eingesperrt. in diesem rhythmus der arbeit.
langsam wird es mir möglich den tag von der nacht nicht mehr zu unterscheiden. nicht mehr zu schlafen, nichts mehr zu essen. ein delirium heraufbeschwören. den körper ausschalten. ich kann mich selbst nicht töten. ich brauche diese hülle. der geist muss den körper auffressen und umgekehrt. keine trennung mehr. keine regeln.
22. Juli 2009
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